Vorflügel abbauen

Zum Ausbau der Vorflügel sind folgende Schritte erforderlich

  1.       Vorflügel von den Stangen lösen
  2.       Tragarme (Stangen) vom Synchrongestänge lösen
  3.       Rollenkäfig ausbauen

Zunächst werden die Vorflügel von den Führungsstangen abgeschraubt. Die Stangen 1 + 3 sind kurz, die übrigen lang. Sobald die Vorflügel entfernt sind, bei den kurzen Stangen wieder die Schrauben einstecken und mit Muttern sichern. Sonst besteht die Gefahr, dass sie nach hinten in die Tragfläche rutschen.

Unbedingt darauf achten, dass alle Schrauben, Scheiben und Distanzscheiben sorgfältig separiert und gekennzeichnet werden, damit sie später wieder an der gleichen Position eingebaut werden können. Bitte auch die Stangen und Rollengehäuse genau kennzeichnen.

Nimmt man die Arbeiten allein vor, dann sollte man zunächst eine Auflage für die Vorflügel unterbauen.


Dann werden die oberen Kunststoffrollen abgeschraubt. Aufpassen, dass die Lagerhülsen nicht herausfallen!

Die Stangen werden in einem Rollenkäfig geführt. Vorn oben und hinten unten befinden sich Rollen aus Kunststoff. Diese nehmen die Kräfte der Vorflügel im Flugzustand auf.

Die beiden anderen Rollen sind aus Aluminium. Sie haben keine Kugellager. Die Muttern der Lagerbolzen sind mit Körnereinschlägen vernietet.

Diese Aluminiumrollen haben einen sehr kleinem Durchmesser. Wenn sie sich mangels Pflege nicht drehen, schleifen die Stangen in kürzester Zeit eine Fläche und dann können sie sich überhaupt nicht mehr drehen.


Das Foto zeigt einen ausgebauten Rollenkäfig mit kurzer Stange.
Links das Ende zum Vorflügel. Oben links fehlt die ausgebaute Kunststoffrolle.
Dies ist die erste Einheit der Vorflügelträger zum Rumpf hin.


Hier noch einmal die Einheit aus anderer Perspektive.


Zwei der Stangen eines jeden Vorflügels gehen durch Tunnelöffnungen im Tank hindurch nach hinten zum "Synchrongestänge". Diese Synchronstange geht durch den Rumpf hindurch und verbindet beide Vorflügel über Winkelhebel miteinander, so dass beide Vorflügel gemeinsam rein- oder rausgehen.

Bei den synchron gesteuerten Stangen zuvor die Synchronstangen vom Winkelhebel lösen und beim Herausziehen der Führungsstangen, den Bolzen durch die rückseitige Tragflächenöffnung heben. Es wird lediglich die untere Mutter entfernt, die splint –gesicherte obere Mutter bleibt, wie sie ist.

Um dran zu kommen, muss man die Landeklappen runterlassen.


Dies ist der komplette Rollenkäfig mit der langen Führungsstange. Links wird der Vorflügel angeschraubt. Oben rechts sehr gut die kleine Aluminiumrolle zu sehen.


Hier die angekoppelte runde Stange (rechts), die nach hinten zum Synchrongestänge führt.


Hier das Ende dieser Stange mit dem Gelenkbolzen zum Winkelhebel der Synchronstange.


Hier ein Blick seitlich von oben auf den Schacht, in dem der Rollenkäfig sitzt. An den vorstehenden Flanschen geht der Bolzen für die vordere obere Kunststoffrolle hindurch, der auch gleichzeitig den Käfig befestigt.


Hier ein Blick von vorn in den Schacht. Hinten oben sieht man die Aufnahmebolzen für das hintere Ende des Rollenkäfigs. Bitte mal den Käfig einige Fotos höher dazu betrachten.

Das gabelförmige Ende des Käfigs greift im eingebauten Zustand links und rechts auf den Querbolzen.
Zum Ausbau des Käfigs die Stange vorziehen, das vordere Ende der Stange hochdrücken, den Käfig greifen und herausziehen.

Beim Wiedereinbau der Rollenkäfige darauf achten, dass die Stangen kurz vor Erreichen der Käfigendlage rechtzeitig nach hinten geschoben werden und sich in die Tragfläche einschieben lassen.


Die kurzen Führungsstangen haben vorn keinen Anschlag und können leicht in die Tragflächen hineinrutschen. Deshalb rechtzeitig durch Einstecken der Vorflügelschrauben sichern.

Alle Rollen der Käfige werden ausschließlich mit Siliconspray ( nicht Siliconöl ) geschmiert und nicht mit Fett oder Öl. Die einwandfreie Funktion der Rollen ist häufiger zu überprüfen. Wenn sie sich bei Bewegung der Vorflügelstangen nicht drehen, entstehen an den Rollen Scheuerflächen, die das Spiel zwischen Rollen und Stangen vergrößern.  


Vor dem Aufschrauben der Muttern den Bolzen so drehen, dass die Bohrung für den Splint gut zugänglich ist. Beim Aufdrehen und Anziehen der Muttern den Schraubbolzen in seiner Position halten, damit sich die Splintbohrung nicht verdreht. Sonst ist sie nur schwer wiederzufinden.


Die vorderen Enden der Führungsstangen haben vertikale Hülsen zur Aufnahme der Befestigungsschrauben der Vorflügel. Diese Hülsen sind ca. 1,5 mm länger als die Profilhöhe der Stangen. Unten und oben liegen genau angepasste Distanzscheiben, die so wie sie ausgebaut wurden, wieder genauso eingebaut werden müssen. Auf der Unter- und Oberseite der Stangen werden die entsprechenden Scheiben auf das überstehende Ende der Rohrhülsen gesteckt und dann in die U-förmige Ankopplung des Vorflügels eingeschoben.

Zum Einstecken der Vorflügelschrauben sollte zunächst ein konischer Dorn eingedrückt werden, damit die Bohrungen passgenau übereinander liegen.


Wenn sich die kleinen Aluminiumrollen, die hinten oben und vorn unten sitzen, nicht perfekt drehen können, bekommen sie nach einiger Zeit eine abgeschliffene Fläche, und dann werden sie sich erst recht nicht mehr drehen können. Also immer gut beobachten.
Weitaus kostspieliger wird es, wenn die Stange im Bereich der Aluminiumrollen Abdrücke bekommen. Diese Stange sind als Ersatzteil "sauteuer".