Tank-Ausbau MS880

Zum Ausbau eines Tanks der MS880 sind folgende Schritte erforderlich

  1. Vorflügel abbauen
  2. Tragarme (Stangen) vom Synchrongestänge lösen
  3. Rollenkäfige ausbauen
    1. Unterseitiges Blech zwischen Tragfläche und Rumpf entfernen.
    2. Randbogen abnehmen.
    3. Vorflügel von den Stangen abschrauben
    4. Stangen und Rollengehäuse ausbauen
    5. Synchronstangen lösen
    6. Treibstoff  über Drainventil ablassen.
    7. Drainventil rausschrauben.
    8. Treibstoffleitung am Tank abschrauben
    9. Steckverbindung zum Tankgeber lösen.
    10. Unterseitige Tankbefestigungsschrauben entfernen.
    11. Tankbelüftungsrohr am Tragflächenende aus 2 Halterungen lösen.
    12. Tank am Belüftungsrohr herausziehen.
    13. Belüftungsrohr am Tank abschrauben.

Nachdem die Vorflügel samt Stangen und Rollenkäfige abgebaut sind, kann der Tankausbau beginnen. Über das Drainventil ist zunächst der gesamte Sprit des Tanks anzufüllen. Dazu kann man das Ventil mit dem Kontrollbecher noch oben drücken und ihn um ca. 90° drehen. Dann bleibt das Ventil auch ohne weiteren Druck nach oben, in geöffneter Stellung. Bitte für ausreichenden Vorrat an sauberen Kanistern und einen entsprechenden Trichter sorgen.

Ist der Tank leer, muss das Drainventil herausgeschraubt werden. Dazu benötigt man eine sogenannte "Langnuß" und sägt dort einen passenden Schlitz ein. Nur so gelangt man über den Querstift hinweg auf das Gewinde. Versuche mit Maulschlüsseln scheitern, also gar nicht erst versuchen.

Jetzt muss der Randbogen am Ende der Tragfläche abgenommen werden. Dazu ist vorn nur eine Schraube zu lösen. Der Randbogen wird nach vorn abgezogen. Die Steckverbindung des Kabels zum Positionslicht ist abzuziehen.


Jetzt wird das Bodenblech zwischen Rumpf und Tragfläche abgeschraubt.

Bei Wiedermontage des Bleches zwischen Rumpf und Tragfläche ist zu beachten, dass zunächst alle Schrauben nur leicht eingedreht werden und erst zum Schluss fest angezogen werden.

Die oberhalb der Tragflächen-Nase liegende Schraube ist und bedingt vor Montage der Vorflügel anzuziehen, da man sonst nicht mehr mit üblichem Werkzeug herankommt.


Der Anschlussstutzen zwischen Schlauch und Tank wird über einen O-Ring 25x3,5 mm abgedichtet. Nach dem Aufstecken werden zwei Halbschalen von oben und unten aufgesteckt. Diese drücken die Verbindungsteile gegeneinander. Gehalten werden die Halbschalen durch eine Schlauchschelle, die mit ihrer Bandbreite in der äußeren Vertiefung der Halbschalen liegt.

Wird die Verbindung gelöst, so ist der O-Ring sofort abzunehmen. Andernfalls kann er beim Ziehen des Tanks an beliebiger Stelle in der Tragfläche abfallen und ist möglicherweise nicht mehr zu erreichen.

Die Steckverbindung des Kabels zum Tank- Füllstandsgeber wird abgezogen. Beim Wiedereinschieben des Tanks zuvor das Geberkabel zusammenfassen und in der Nähe des Kraftstoffentnahmestutzens mit Klebeband befestigen. Andernfalls kann sich der Stecker zwischen Tragflächenspanten und Tank einklemmen.


Jetzt werden die beiden Schrauben, die von unten in den Tank gehen, herausgeschraubt. Auf der Oberseite befindet sich neben dem Einfüllstutzen des Tanks ein weiterer Deckel, der abgeschraubt werden muss. Darunter befindet sich eine Befestigungsschelle für das Rohr der Tankentlüftung. Die ist zu lösen.

Das Belüftungsrohr reicht bis zum Ende der Tragflächen. Es ist dort an 2 Stellen befestigt. Ein kurzer Plastikschlauch verbindet das Rohr mit dem Abfluss auf der Tragflächenunterseite.

Vor dem Schlauch ist ein Kugelventil eingebaut, das in Normallage die Leitung verschlossen hält. Im Flug wird über den Staudruck das Ventil geöffnet und der Tank durch leichten Überdruck belüftet.

Hängt die Tragfläche nach unten, so schließt das Ventil durch das Eigengewicht der Kugel. So kann kein Sprit herausfließen. Durch Ziehen am Entlüftungsrohr wird nun der Tank zum Ende der Tragfläche herausgezogen.


Hier der komplette Tank in Rückenlage. Links der Anschluss an den Schlauch zum Tankwahlschalter. Daneben der Flansch für das Drainventil.

Links von der Mitte der Tunnel durch den Tank, durch den die Stangen der Vorflügel zum Synchrongestänge durchgehen.


Hier die Oberseite des Tanks mit dem Füllstutzen.

Man beachte die Gummistreifen, auf denen der Tank in den Spanten aufliegt. So kann dort nichts scheuern. Die Kabel des Tankgebers sind mit Gewebe- Klebeband am Tank befestigt, damit sie beim Einschieben des Tanks sich nicht einklemmen.

Der Zeitaufwand für den Ausbau eines Tanks liegt bei etwa 2...3 h, ohne den Ausbau der Vorflügel. Der Wiedereinbau erfordert etwa die gleiche Zeit.