Schräge Räder

Bei manchen Moranes stehen die Räder schräg. Ich meine hier nicht die "Stützen", die an den Tragflächen befestigt sind. Dann ist die "Schwinge", an der das Hauptrad seitlich befestigt ist, verbogen.

Das ist auf harte Landungen zurück zu führen. Unter Unständen in Verbindung mit einem nicht ordnungsgemäß mit Stickstoff befüllten Stoßdämpfer.


Das nachfolgende Bild zeigt die Anordnung der Bauteile.

Oben rechts die befestigung der Schwinge am Bein. Links daneben die Ankopplung des Stoßdämpfers. Unten links die Achse, auf der das Rad sitzt. Ganz unten die abgenommene Cleveland-Bremse.

Bevor man sich mit dem Schwingarm beschäftig, löst man die 2 Schrauben der Bremseinheit und nimmt sie weg. Dann baut man das Hauptrad ab. Dazu werden die stirnseitigen Splinte gezogen und die Kronenmutter abgeschraubt. Das Rad lässt sich nun seitlich abziehen. So hat man viel mehr Bewegungsfreiheit für weitere Arbeiten.


Nun wird der Bolzen des Stossdämpfers abgenommen und anschließend der Lagerzapfen am "Standbein" herausgenommen. Die "Schwinge" kann jetzt zur Werkbank.

Im der Bohrung für die Ankopplung des Stossdämpfers sitzt eine Stahlhülse. Diese muss herausgedrückt werden, da sie wieder in die neue Schwinge eingesetzt werden muss.

Dazu benötigt man einen Dorn mit 17mm Außendurchmesser, besser noch einen abgesetzten mit 15mm Durchmesser zur Führung. Steht ein solcher nicht zur Verfügung, sollte man keine andere Möglichkeit versuchen. Die Hülse wird beschädigt und man hat keinen Ersatz. Die Hülse in den neuen Arm am besten wieder mit dem Dorn einschlagen oder mit den Backen eines Schraubstocks eindrücken. Danach den Bolzen einstecken, der da hineingehört und prüfen, ob er sich leichtgängig von Hand durchdrücken lässt. Ist das nicht der Fall, dann hat die Hülse an den Stirnseiten vom herausschlagen eine Gratkante, die mit Schmirgelleinen auf einer Rundfeile entfernt werden muss.


Jetzt kommt die Gelenkeinheit dran. Die hat eine gesicherte Kronenmutter. Die Sicherung besteht aus einer Scheibe mit Zacken, von denen einer in die Kronenmutter ein weitere in der Nut des Schwingarmes liegt. Also die Zacke aus der Nut des Schwingarmes herausbiegen und die Mutter vorsichtig abschrauben. Es geht mit einer entsprechend großen Rohrzange recht gut.


An der Schwinge sitz noch ein kleiner Zapfen, der die Gelenkeinheit gegen Verdrehen sichert.

Der muss im Schraubstock oder mit einem anderen geeigneten Werkzeug gezogen und in die neue Schwinge wieder eingeschlagen werden.

Alles gut reinigen und in die neue Schwinge einbauen und mit der Zackenscheibe erneut sichern.


Auch die Achse für das Rad muss von der Schwinge abgebaut werden.

Die hat einen Flansch und einen runden Zapfen, der in einer Bohrung der Schwinge steckt. Den Flansch mit der Achse nach unten in einen Schraubstock spannen, vorsichtig den Schwingarm hin- und herbewegen und von der Achse abziehen.


Wenn dann alles wieder montiert ist sieht die Sache so aus, ein Traum.