Feuchtigkeit/Korrosion

Verfasser:
Ralf G. Bücker
Zeit:
07.04.2009 08:36:37
Liebe Gemeinde, erstmal Dank an alle, die geholfen haben meinen Kurskreisel wieder in Gang zu bringen.

Um meine 880 b vor Korrosion zu schützen habe ich Rumpf, Flächen und Leitwerk mehrfach mit Kriechoel ausgesprüht und einen kleinen Chemie-Entfeuchter, wie man ihn von Booten und Wohnanhängern kennt, in der Kabine. Darin sammelt sich ständig Kondenswasser.
12 Jahre habe ich das für sinnvoll gehalten, bis kürzlich ein Schlaumeier behauptete, durch den Entfeuchter würde nur ständig neue Feuchte in die Kabine gesogen.
Daraufhin habe ich mich mal wieder mit relativer, absoluter und spezifischer Feuchte befasst, bin aber zu keinem Ergebnis gelangt, und alle die ich befragt habe auch nicht. Hat dazu jemand eine Meinung?

Happy landings und frohe Ostern,

Ralf

 

Verfasser:
radtke
Zeit:
07.04.2009 09:44:43
Hallo Ralf

Ich halte diese Art der Trocknung des Kabineninnenlebens, wie Avionk, Kreisel und sonstige Instrumente bei längerer Stillstandzeit für durchaus sinnvoll.

Durch die Trocknung wird die relative Feuchte in der Kabine herabgesetzt, während sie in der Umgebung außerhalb der Kabine weiterhin ist wie sie ist. Dieser Unterschied versucht sich wieder auszugleichen. Der Ausgleich dauert um so länger, je dichter die Kabine gegenüber der Hallenluft abgeschlossen ist.

Beschaff Dir doch mal 2 Hygrometer. Laß eines davon auf der Motorhaube liegen un das andere legst Du auf den Sitz. Dann starte Deine chemische Trocknung. Jetzt kannst Du jederzeit sehen, ob es im Innern der Kabine trockener ist als in der Halle.

Wenn ich das nächste mal zum Platz komme, werde ich das auch mal machen. Die zwei Hygrometer sind ja von meinem Motor-Trockner vorhanden

Laß aber nicht alles "vertrocknen"
Udo Radtke